Handchirurgie

Tumorchirurgie

Auch im Haut- und Weichteilgewebe der Hände können gut- oder bösartige tumorartige Veränderungen auftreten, die durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden müssen. Der Eingriff kann entweder in Vollnarkose, Regionalbetäubung (Plexusanästhesie) oder örtlicher Betäubung erfolgen und ist gegebenenfalls mit einem stationären Aufenthalt von ein bis zwei Tagen verbunden.

 

Hautveränderungen werden nach einem Schnitt mit dem Skalpell entfernt. Länge und Verlauf des Hautschnitts richten sich nach der Größe und Lage der Veränderung. Der Schnitt wird nach Gegebenheit so geführt, dass die entstehenden Narben möglichst parallel zu den normalen Hautspannungslinien verlaufen, damit sie unauffällig werden.

 

Bei kleineren Defekten können die Wundränder meist durch Direktnaht verschlossen werden. Bei größeren Hautdefekten sind für den Verschluss Verschiebungslappenplastiken oder Hauttransplantationen erforderlich. Bei einer Verschiebungslappenplastik wird aus der näheren oder weiteren Umgebung des Defektes durchblutetes Hautgewebe gehoben und in den Defekt verlagert. Die Entnahmestelle wird durch Nähte verschlossen, hier entstehen zusätzliche Narben. Bei einer Hautverpflanzung wird unterschiedlich dicke Haut von anderen Körperstellen frei entnommen und in den Defekt verlagert.

 

Bei Weichteilveränderungen und – tumoren wird in der darüberliegenden Haut ein Hautschnitt gemacht und dann wird der Tumor samt seiner Kapsel vorsichtig herausgeschält und entfernt. Danach wird die entstanden Wunde mit wenigen Stichen wieder vernäht. Das entnommene Gewebe wird immer sicherheitshalber zur feingeweblichen Untersuchung an einen Facharzt (Pathologen) weitergeschickt.