Haartransplantation

Von einer Glatzenbildung sind vorwiegend Männer betroffen, wobei bei der typischen männlichen Glatze (Alopecia androgenetica) der Haarausfall mit der Pubertät beginnt, also mit der Bildung des männlichen Hormons Testosteron zusammenhängt und vererbt wird. Typischerweise sind hierbei die Haare der Schläfen und des Hinterkopfes nicht betroffen und bleiben erhalten. Bei Frauen sind Glatzen vergleichsweise selten zu finden und können sich meist nach bestimmten Krankheiten bilden.

 

Bei einer Eigenhaartransplantation wird eine geschickte Umverteilung von Haut und Haaren durchgeführt: Haare werden an den Stellen entnommen, an denen sie reichlich vorhanden sind, nämlich vom Hinterkopfbereich, und werden dort eingesetzt, wo sie benötigt werden. Vorraussetzung hierfür ist, dass genügend Spenderhaare vorhanden sind und kein krankheitsbedingter Haarausfall vorliegt. Die vom Hinterkopf entnommenen Haartransplantate sind auch nach der Verpflanzung nicht vom Haarausfall betroffen, bleiben meist bis ans Lebensende erhalten und wachsen - gemeinsam mit den anderen Haaren - weiter. Damit ein möglichst natürliches Erscheinungsbild entsteht, wird die die Technik der Mini- und Micro-Graft-Transplantation verwendet. Zunächst wird aus dem Hinterkopf ein haartragender Hautstreifen entnommen und dieser anschließend in sogenannte Mini- und Micro-Grafts unterteilt. Mini-Grafts sind Hautinseln mit 3 bis 5 Haaren. Micro-Grafts weisen nur noch 1 bis 2 Haare pro Transplantat auf. Der Haarbereich, dem die Transplantate entnommen wurden, verändert sich praktisch kaum, da die Entnahmestellen durch extrem feine chirurgische Nähte verschlossen werden und durch das darüberfallende Haar verdeckt werden. Die transplantierten Haare werden meist ohne Komplikationen akzeptiert und die Gefahr des Ausfallens ist auf ein Minimum reduziert. Die Haartransplantation kann in der Regel problemlos ambulant durchgeführt werden, da die zu behandelnden Stellen örtlich betäubt werden. Nach kurzer Zeit kann der Patient noch am gleichen Tag wieder nach Hause gehen.